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Ausgabe 4/2026

Gefährdungen durch Biostoffe: Desinformation erkennen und begegnen

Desinformationen zielen darauf ab, Menschen zu verunsichern und ihr Vertrauen in wissenschaftlich abgesicherte Informationen zu untergraben. Eine Kommunikation, die Desinformation begegnen will, nimmt die damit verbundenen Emotionen ernst und setzt auf Verständigung über Kriterien für glaubwürdige Informationen.

Key Facts

  • Fehlinformationen können sowohl zu einer Unterschätzung als auch zu einer Überschätzung von Gefährdungen durch Biostoffe führen
  • Fehleinschätzungen der Gefährdung können zu einer verringerten Akzeptanz der festgelegten Schutzmaßnahmen führen
  • Die Einigung auf gemeinsame Kriterien für glaubwürdige Informationsquellen kann helfen, eine konstruktive Diskussion zu ermöglichen

„Muss ich hier wirklich eine Atemschutzmaske tragen? Das ist doch alles übertrieben mit dem Virus; das ist doch gar nicht gefährlich“ oder „Das Büro betrete ich nicht mehr. Das riecht dermaßen nach Schimmel, da holt man sich ja den Tod.“ Arbeitgebende werden immer wieder mit Aussagen konfrontiert, in denen Gefährdungen durch Mikroorganismen beziehungsweise Krankheitserreger unter- oder überschätzt werden. Diese Einschätzungen haben Auswirkungen auf die Arbeit. Wer geht schon gerne zur Arbeit, wenn er Angst hat, dort krank zu werden? Wer möchte sich durch Schutzmaßnahmen drangsaliert fühlen? Angst und Ärger können aufmerksames Arbeiten beeinträchtigen, was wiederum zu sinkender Produktivität und Unfällen führen kann. Hiervor kann geeignete Kommunikation schützen.[1]

Die Fähigkeit, Gefährdungen, deren Beurteilung und die Notwendigkeit von Schutzmaßnahmen angemessen zu kommunizieren, wird vor diesem Hintergrund zur Schlüsselqualifikation. Sie soll Verunsicherung entgegenwirken und die Akzeptanz von Schutzmaßnahmen bei den Beschäftigten verbessern.

Kommunikation findet jedoch nicht im Vakuum statt. In der Regel haben Akteure mit kollidierenden Interessen bereits den Diskussionsraum gefüllt und die Einschätzungen von Beschäftigten mitgeprägt. Ein wesentlicher Bestandteil dieses Diskursraums sind die Medien – insbesondere soziale Medien. Berichterstattung über Gefährdungen ist dabei immer eine Gratwanderung zwischen berechtigten Warnungen und der Gefahr, zu verunsichern und Ängste auszulösen.

Fake News und Desinformation werden teils gezielt eingesetzt, um Meinungen zu beeinflussen. Ob es sich um objektive Aufklärung, um unbeabsichtigte Falschmeldungen oder bewusste Manipulation handelt, lässt sich oft nicht auf den ersten Blick erkennen. Die meisten Seiten sprechen davon, aufklären zu wollen. Aber wem soll man glauben? Welche Quellen informieren objektiv? Es gibt Hinweise, die erkennen lassen, ob die Autorinnen und Autoren aufklären oder tatsächlich manipulieren und verunsichern wollen. Manipulative Kommunikationsstrategien zu kennen und zu erkennen, kann dabei helfen, Diskussionen über mögliche Gefährdungen zu versachlichen und die Basis für einen offenen und konstruktiven Dialog sowie Umgang mit Schutzmaßnahmen zu schaffen.

Folgende Strategien lassen sich unterscheiden:

  • absichtliches Irreführen durch Desinformationen
  • intransparente Darstellungen
  • Instrumentalisierung wissenschaftlicher Erkenntnisse

Desinformation

Eine Strategie der Desinformation ist die Verbreitung von Halbwahrheiten. Anerkannte Fakten werden so mit Meinungen oder Falschaussagen vermischt, dass sie zu falschen Schlussfolgerungen führen.[2] Ein Beispiel ist die Aussage: „Schimmelsporen können Allergien verstärken. Das erklärt vermutlich auch die zunehmende Müdigkeit und Konzentrationsschwäche vieler Menschen – Schimmel ist ein unterschätzter Auslöser für chronische Erschöpfung.“ Während der erste Satz korrekt ist, werden anschließend weitere Symptome genannt, ohne einen kausalen Zusammenhang zu belegen. So entsteht der Eindruck, dass Schimmel ursächlich für die zunehmende Müdigkeit und Konzentrationsschwäche vieler Menschen ist.

Eine weitere Strategie ist der Einsatz sogenannter Pseudoexperten. Diese sind zwar akademisch ausgebildet, aber nicht unbedingt Fachleute für das jeweilige Thema. Durch Auftritte in Interviews oder fingierten Expertenrunden soll ihre Glaubwürdigkeit zusätzlich gestärkt werden.

Weitere typische Merkmale sind:

  • Vereinfachen von komplexen Zusammenhängen auf eine einzige Ursache: Ein Beispiel ist die Behauptung, Infektionen seien ausschließlich auf ein schwaches Immunsystem zurückzuführen. Unterschlagen wird, dass eine Infektion ein komplexes Geschehen ist und beim Vorliegen entsprechender Voraussetzungen wie einer ausreichenden Expositionshöhe auch gesunde Personen krank werden können.
  • Verweisen auf Studien, ohne konkrete Quellenangabe: Mit solchen allgemeinen Verweisen soll die Seriosität der Aussage unterstrichen werden. Gleichzeitig dient der Verweis, man könne die Studien im Internet nachlesen, wie eine rhetorische Immunisierung. So wird unterstellt: Wer die Aussage hinterfragt, hat sich nicht ausreichend informiert.
  • „Rosinenpickerei“: Hierbei werden einzelne Detailaspekte hervorgehoben, um ein Gesamturteil zu beeinflussen. Ein Beispiel hierfür ist der Verweis auf eine fehlende Zertifizierung in Teilbereichen, um die Eignung eines Nachweisverfahrens als Ganzes in Frage zu stellen, oder auf gefährliche Inhaltsstoffe hinzuweisen, ohne zu informieren, dass die Konzentrationen in einem sehr niedrigen und unkritischen Bereich liegen.
  • „Totschlagargumente“: Hierzu zählt beispielsweise die Behauptung, dass etwas nicht hundertprozentig sicher ist – zum Beispiel im Zusammenhang mit der Wirksamkeit von Atemschutzmasken oder Impfungen gegen Infektionen.

Intransparenz

Zu den intransparenten Darstellungen zählen die folgenden Techniken:

  • Weglassen wichtiger Informationen zur Einordnung von Aussagen oder Daten: Ein Beispiel hierfür ist das Auflisten möglicher, gesundheitsschädigender Wirkungen von Mikroorganismen, ohne zu informieren, dass diese Wirkungen etwa nur bei sehr hohen Konzentrationen, nur in Zellkulturversuchen oder nur bei schweren Vorerkrankungen wie HIV beobachtet wurden.
  • Darstellung relativer Risiken ohne Angabe des Ausgangsrisikos: So kann die Aussage „Schimmel erhöht das Risiko einer schweren Pilzinfektion um 300 Prozent“ irreführend sein: Ein Anstieg von 0,001 auf 0,004 Prozent entspricht zwar rechnerisch +300 Prozent, bleibt aber extrem selten. Ohne ein bestimmbares Ausgangsrisiko ist die Aussage daher von geringem Informationswert.
  • Weglassen von Referenzbedingungen bei Aussagen zu epidemiologischen Studien: Fehlende Angaben zu Altersgruppen, Expositionsbedingungen oder medizinischen Parametern können Fehlinterpretationen fördern. In der Meldung „Bis zu 15 Prozent der Bevölkerung reagieren im Allergietest auf Schimmel – das Gesundheitsrisiko wird massiv unterschätzt“, wird unterschlagen, dass ein positiver Allergietest nicht zwangsläufig gleichbedeutend mit einer Allergie ist. Ein positiver Allergietest zeigt zunächst nur, dass die Person sensibilisiert ist. In der überwiegenden Zahl der Fälle entwickelt sich aus einer Sensibilisierung keine Allergie.
  • Weglassen des Kontexts einer Aussage: Beispielsweise wird nur die Antwort einer bestimmten Person, aber nicht die dazugehörige Frage zitiert. Auf diese Weise lassen sich Personen leicht diskreditieren.

Instrumentalisieren von Forschungsergebnissen

Wissenschaftliche Ergebnisse entwickeln sich stetig weiter. Gerade bei begrenzter Datenlage können neue Untersuchungen zu anderen Ergebnissen kommen, ohne sich zwangsläufig zu widersprechen. Es reicht oft schon, wenn einzelne Untersuchungsparameter variiert werden. So können Viren in einer Studie nach einer Woche noch nachweisbar sein, während sie in einer anderen bereits verschwunden sind – etwa aufgrund unterschiedlicher Ausgangskonzentrationen. So finden sich für viele Fragestellungen unterschiedliche Aussagen, was es leicht macht, sich die passende Untersuchung herauszupicken. Für Nicht-Experten ist das schwer zu erkennen.

Eine Klammer, die nahezu alle Strategien umfasst, ist das Ansprechen von Emotionen. Schilderungen von Einzelfällen mit teils schwerwiegenden Erkrankungen sind leichter nachzuvollziehen als Statistiken. Zudem ist es leichter, sich mit Einzelschicksalen zu identifizieren, insbesondere, wenn der Eindruck erweckt wird, dass man selbst ebenfalls betroffen sein könnte.

Experimentelle Untersuchungen haben gezeigt, dass etwa die Darstellung eines „objektiv“ gleichen Risikos hinsichtlich des Schadensausmaßes zu unterschiedlichen Beurteilungen der Schwere des Risikos führt – je nachdem, ob die Darstellung so erfolgt, dass sie Empörung hervorruft oder aber Nachsicht bewirkt beziehungsweise neutral ist. Darstellungen, die Empörung induzieren, führen zu höheren Risikourteilen als Darstellungen, die neutral sind oder Nachsicht beziehungsweise Verständnis mit dem Verursacher oder der Verursacherin der Gefährdung nahelegen. In der Psychologie wird dies als Framing bezeichnet.

Emotionen wie Wut und Ärger lassen sich auch auf andere Weise auslösen. Zum Beispiel, indem behauptet wird, dass verantwortliche Stellen Informationen vorenthalten oder Unternehmen beziehungsweise Personen Notsituationen ausnutzen, um sich zu bereichern. Wer aber wütend oder verängstigt ist, läuft immer Gefahr, die kritische Distanz zum Inhalt und damit auch den kritischen Blick zu verlieren.

Fehlinformationen im Betrieb begegnen

Insbesondere wenn bereits Emotionen im Spiel sind, etwa wenn Beschäftigte ihrem Ärger Luft machen oder aus Angst vor Erkrankungen nicht mehr weiterarbeiten wollen, führt eine rein faktenbasierte Argumentation in der Regel nicht weiter. Deshalb ist es von zentraler Bedeutung, zu klären, woher die jeweiligen Emotionen kommen.

Entgegen der landläufigen Meinung wird die Einschätzung einer Gefährdung nicht nur durch objektive Fakten und Zahlen beeinflusst, sondern auch durch subjektive Faktoren. Dazu zählen unter anderem:

  • unmittelbare Erkennbarkeit der Gefährdung
  • freiwillige Risikoakzeptanz vs. unfreiwillige Exposition
  • das Gefühl, alles im Griff zu haben (Kontrollierbarkeit)
  • Fehleinschätzung der eigenen Widerstandsfähigkeit
  • persönliche Betroffenheit und eigene Erfahrungen
  • Einschätzung der Gefährdung im sozialen Umfeld, zum Beispiel im Freundeskreis
  • Wissen, Gesundheitskompetenz und Informationsverhalten

Emotionen müssen ernst genommen werden. Wenn der Eindruck entsteht, dass einem nicht geglaubt wird, wird es nicht gelingen, die Gegenseite von der Richtigkeit der eigenen Position zu überzeugen. Ebenfalls ist es wichtig, dass niemand sich in die Enge getrieben fühlt. In solchen Fällen ist die Gefahr groß, dass Beteiligte sich innerlich verschließen und ein konstruktiver Dialog nicht mehr möglich ist.

Die Gesprächspartner/Gesprächspartnerinnen müssen auf Augenhöhe angesprochen werden und ggf. in Grenzsituationen ihr Gesicht wahren können.

In einer Situation, in der beide Seiten davon ausgehen, dass sie ihre Informationen – etwa aus sozialen Medien oder Internetmeldungen – für richtig halten, ist eine gemeinsame, von beiden akzeptierte Datenbasis zentral. Ziel ist, eine Einigung auf übergreifende Kriterien herzustellen, die für beide Seiten eine glaubhafte Informationsquelle kennzeichnen. Ein Arbeitskreis des Ausschusses für Biologische Arbeitsstoffe (ABAS) hat hierfür mit Unterstützung des Harding-Zentrums für Risikokompetenz eine Empfehlung mit Blick auf Informationsquellen bei unter- oder überschätzten Gefährdungen durch Biostoffe erstellt. Sie bietet ein Hilfsmittel, um in kurzer Zeit einzuschätzen, ob ein Informationsangebot wahrscheinlich fehlinformierend ist.

Dieses Hilfsmittel ist ein spezieller Entscheidungsbaum, ähnlich einer Prüfkette. Er ist das Ergebnis von systematischen, mehrstufigen Expertenprozessen auf der Grundlage von 38 möglichen Prüfmerkmalen und veröffentlichten Biostoffinformationen. Er ermöglicht ein niedrigschwelliges, schnelles Screening problematischer Informationsangebote. Dafür genügt die Beantwortung von maximal drei Fragen zu Prüfmerkmalen. Entscheidend für zuverlässige Ergebnisse ist die Reihenfolge der Fragen.


Abbildung 1: Entscheidungsbaum mit Prüfmerkmalen (aus der Empfehlung des ABAS zur Kommunikation bei unter- oder überschätzten Gefährdungen durch Biostoffe)

Die erste Frage betrifft die Sprache der jeweiligen Äußerungen. Schürt ein Text Ängste, skandalisiert er den beschriebenen Sachverhalt oder versucht er gar, die Leserschaft zu steuern, spricht dies für mögliche Fehlinformationen. Angstschürende Sprache zeigt sich etwa in Begriffen wie „Killerpilze“ oder „Superkeime“. Skandalisierende Sprache erweckt den Eindruck, eingesetzte mikrobiologische Nachweisverfahren oder Erfassungssysteme seien ungeeignet, Gefährdung zu erfassen. Häufig wird behauptet, dass die Allgemeinheit über die wahren Hintergründe eines Sachverhalts absichtlich im Unklaren gelassen werde.

Missionierende Sprache zielt darauf ab, das Gegenüber durch emotionalen Druck, moralische Appelle oder suggestive Wiederholung zu einer Überzeugung zu drängen, ohne echte argumentative Auseinandersetzung anzubieten. Sie appelliert an Zugehörigkeit, Identität oder Angst vor Ausgrenzung – anstatt durch nachprüfbare Gründe und offenen Diskurs zu überzeugen.

Empfehlung des ABAS zur Kommunikation bei unter- oder überschätzter Gefährdung durch Biostoffe

Es können aber auch andere Kriterien hinzugezogen werden. Wird beispielsweise nur darüber berichtet, dass bestimmte Stoffe mit gesundheitsschädigendem Potenzial gefunden wurden, ohne zu informieren, unter welchen Arbeitsplatz- beziehungsweise Expositionsbedingungen und bei welchen konkreten Tätigkeiten eine gesundheitsschädigende Wirkung auftreten kann, ist eine Übertragbarkeit der Aussagen zur möglichen gesundheitlichen Wirkung fraglich.

Je nachdem, ob Gefährdungen vom Beschäftigten unter- oder überschätzt werden, ist ein differenziertes Vorgehen erforderlich. Dabei ist die Tatsache, ob die Fehleinschätzungen aus den öffentlichen Medien, aus dem persönlichen Umfeld oder aus anderen Quellen kommen, durchaus zu berücksichtigen. In jedem Fall gilt: Auch wenn es wünschenswert erscheint – es ist nicht zwingend erforderlich, die entsprechenden Beschäftigten inhaltlich zu überzeugen. Ziel muss es sein, einen Weg zu finden, damit die festgelegten Schutzmaßnahmen akzeptiert und eingehalten werden.

Welche Gesprächsführung in welchem Fall sinnvoll ist, zeigt die ABAS-Empfehlung mit Gesprächsleitfäden, Checklisten und weiteren Hilfen. Neben der 28-seitigen Fassung gibt es eine Kurzfassung auf knapp vier Seiten.

Literaturhinweise

  • Gess, Nicola. Halbwahrheiten: Zur Manipulation von Wirklichkeit. Matthes & Seitz Berlin Verlag, 2021.
  • Schütz, Holger, and Hans Peter Peters. „Risiken aus der Perspektive von Wissenschaft, Medien und Öffentlichkeit.“ Aus Politik und Zeitgeschichte, B 10.11 (2002): 2002.

Fußnoten

  1. Der Beitrag basiert auf der Empfehlung des Ausschusses für Biologische Arbeitsstoffe (ABAS) zur Kommunikation bei unter- oder überschätzten Gefährdungen durch Biostoffe. Zusätzlich zu der ausführlichen Fassung wurde für einen schnellen Einstieg eine Kurzfassung erstellt, die auf nur dreieinhalb Seiten die wesentlichen Aspekte thematisiert. Die Langfassung und Kurzfassung der Empfehlung können auf der Homepage der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin kostenfrei heruntergeladen werden. https://www.baua.de/DE/Die-BAuA/Aufgaben/Geschaeftsfuehrung-von-Ausschuessen/ABAS/Empfehlungen , Der Arbeitskreis hat sich aus folgenden Mitgliedern zusammengesetzt: Birgit Corell, Gewerbeaufsichtsamt Braunschweig, Ralf Göltzer, Deutsches Primatenzentrum, Dr. Stefan Hörmansdorfer, Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, Dr. Anette Kolk, Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, Dr. Stefan Mayer, Berufsgenossenschaft Handel und Warenlogistik (Arbeitskreisleitung), Dr. Monika Müller, Bayer AG Dr. Ute Pfitzner, Paul-Ehrlich-Institut, Dr. Felix G. Rebitschek, Fakultät für Gesundheitswissenschaften der Universität Brandenburg, Harding-Zentrum für Risikokompetenz, Dr. Julia Sasse, BMAS, Dr. Anett Schulze, Bundesinstitut für Risikobewertung, Kathrin Schwarzmann, Berufsgenossenschaft Handel und Warenlogistik, Dr. Roland Sohmen, Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe, Dr. Andrea Thalmann, BAuA, Dr. Anja Vomberg, Kommission Arbeitsschutz und Normung, Dr. Isabell Warfolomeow, Berufsgenossenschaft Holz und Metall, Dr. Barbara Zeschar-Lahl, BZL GmbH.

  2. Nicola Gess hat dies in ihrem Buch „Halbwahrheiten: Zur Manipulation von Wirklichkeit“ mit Verweis auf Hannah Arendt sehr pointiert auf den Punkt gebracht: „Halbwahrheiten desorientieren den menschlichen Wirklichkeitssinn. Sie bringen den Grund, auf dem wir stehen, ins Wanken, indem sie vom Zwang der Tatsachen, der durchaus unbequem sein kann, in die Willkür der Spekulation führen“.

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