Internationales

Der neue IVSS-Leitfaden: Proaktive Steuerindikatoren für VISION ZERO

Key Facts:
  • Proaktive Steuerindikatoren (PLIs) ermöglichen, das Präventionsmanagement und den Präventionserfolg von Unternehmen und Organisationen kontinuierlich zu messen, zu steuern und zu verbessern
  • Die branchenübergreifenden PLIs basieren auf der Strategie VISION ZERO und helfen Unternehmen durch Benchmarking voneinander zu lernen und Synergien zwischen Sicherheit, Gesundheit, Wohlbefinden und Produktivität zu schaffen
  • Mit den zur Verfügung gestellten Tools kann der VISION ZERO-Reifegrad von Sicherheit, Gesundheit, Wohlbefinden in Unternehmen eruiert und weiter entwickelt werden

Mithilfe der neuen proaktiven Steuerindikatoren für die VISION ZERO-Präventionsstrategie haben Unternehmen jetzt die Möglichkeit, ihren Reifegrad im Bereich von Sicherheit, Gesundheit und Wohlbefinden bei der Arbeit zu bestimmen und weiteren Erfolg systematisch zu planen und proaktiv zu steuern.

"Die Dinge entwickeln sich nur sehr langsam"

Key Facts:
  • Das Risiko für Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten ist für die Beschäftigten am Anfang der globalen Lieferkette wesentlich höher und insgesamt ungleich verteilt
  • Viele Zulieferer in Entwicklungsländern sind aufgrund des wirtschaftlichen Drucks, der auf ihnen lastet, nicht in der Lage, einen effizienten Arbeitsschutz zu gewährleisten
  • Wirksame Abkommen zur Verbesserung der Situation müssen auch Systeme zur Kontrolle der Lieferkette etablieren, die alle Interessengruppen mit einbeziehen

Es gibt viele Initiativen, die sich für eine Verbesserung von Sicherheit und Gesundheit in den globalen Lieferketten einsetzen. Ein Gespräch mit den britischen Arbeitswissenschaftlern Prof. David Walters und Prof. Philip James über Hindernisse und Möglichkeiten.

Gemeinsam verleihen wir unseren Anliegen in Europa mehr Gewicht

Key Facts:
  • Die SARS-CoV-2-Pandemie hat gezeigt, welch wichtige Rolle Versicherungen gegen Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten für die soziale Sicherheit in Europa spielen
  • Digitalisierung, künstliche Intelligenz, die europäische Sozialpolitik und die Prävention von Berufskrankheiten sind gemeinsame Herausforderungen für alle Mitglieder des Europäischen Forums Unfallversicherung
  • Die Strukturen des Forums ermöglichen den Mitgliedern, ihre gemeinsamen Interessen gegenüber den europäischen Institutionen zu vertreten

Im kommenden Jahr wird das Europäische Forum der Versicherungen gegen Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten 30 Jahre alt. Wir sprachen mit seiner amtierenden Präsidentin, der stellvertretenden DGUV-Hauptgeschäftsführerin Dr. Edlyn Höller, über Chancen und Herausforderungen für Unfallversicherer in Europa.

„Europäischer Zusammenhalt und Solidarität sind notwendiger denn je“

Key Facts:
  • Die EU beweist auch während der Corona-Pandemie ihre Handlungsfähigkeit
  • Die zentralen Themen der deutschen Ratspräsidentschaft sind die strategische Unabhängigkeit, die soziale Absicherung aller Erwerbstätigen sowie Digitalisierung, künstliche Intelligenz und der demografische Wandel
  • Die Verabschiedung eines europäischen Sorgfaltspflichtengesetzes, das Unternehmen verpflichtet, Nachhaltigkeitsfragen in die Geschäftsabläufe aufzunehmen, ist ein weiteres zentrales Anliegen der EU

Deutsche Ratspräsidentschaft und europäisches Krisenmanagement in Coronazeiten. Ein Gespräch mit Ilka Wölfle, Direktorin der Deutschen Sozialversicherung Europavertretung, zu aktuellen Themen der sozialen Sicherheit in Europa.

Internationale Studie zur Barrierefreiheit in Unternehmen der Privatwirtschaft

Key Facts:
  • 2017 blieben in Deutschland 26 Prozent der gesetzlich geregelten Pflichtarbeitsplätze unbesetzt, die Unternehmen mit 20 oder mehr Beschäftigten an Menschen mit Schwerbehinderung vergeben müssen
  • Im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) führte die DGUV eine Studie zu internationalen Best-Practice-Beispielen für Inklusion am allgemeinen Arbeitsmarkt durch
  • Der European Disability Act erhöht – zunächst mit Blick auf Produkte und Dienstleistungen – den politischen Druck in Deutschland, Barrierefreiheit in der Privatwirtschaft bis 2022 umzusetzen

Mit einer internationalen Studie im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) identifizierte die DGUV erfolgreiche Beispiele dafür, wie in anderen Ländern die Zugänge und Arbeitsbedingungen von Menschen mit Behinderung in der Privatwirtschaft geregelt und verbessert werden. Damit die gewonnenen Resultate und Impulse nicht verpuffen und das Thema „präventive Förderung der Barrierefreiheit in der Privatwirtschaft“ hierzulande dauerhaft und wirksam angegangen werden kann, sind strukturelle Änderungen in den Unternehmen ebenso notwendig wie in der Wirtschafts- und Sozialordnung.