Prävention

Neues Arbeitsschutzkontrollgesetz für mehr Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz

Key Facts:
  • Das Arbeitsschutzkontrollgesetz soll die Überwachungs- und Beratungstätigkeit der Aufsichtsbehörden und die allgemeinen Arbeitsbedingungen verbessern
  • Für die Verbesserung des Arbeitsschutzes sind besonders die Einführung einer Mindestbesichtigungsquote und die Verpflichtung zum Datenaustausch zwischen Landesbehörden und Unfallversicherungsträgern wichtige Schritte
  • In Zukunft soll die proaktive Überwachung der Arbeitsschutzbehörden stimuliert werden, indem das Gefährdungspotenzial bei der Auswahl der zu besichtigenden Betriebe berücksichtigt wird

Das Arbeitsschutzkontrollgesetz soll die Rechtsdurchsetzung im Arbeitsschutz verbessern. Neben Regelungen für die Fleischindustrie sind weitere Bestimmungen enthalten, die sich auf die Überwachungs- und Beratungstätigkeiten der Aufsichtsbehörden und Unfallversicherungsträger nachhaltig auswirken.

„Der pandemiebedingte Arbeitsschutz hat sich gut eingespielt“

Key Facts:
  • Die wirtschaftliche Lage des Handwerks ist trotz Pandemie weitgehend stabil
  • Die branchenspezifischen Handlungshilfen der Berufsgenossenschaften unterstützen die Handwerksbetriebe bei der Umsetzung der Corona-Arbeitsschutzmaßnahmen
  • Die Anforderungen im Arbeitsschutz und die Detailtiefe der Regelungen sind aus Sicht des Handwerks inzwischen zu komplex

Die einzelnen Gewerke des Handwerks waren unterschiedlich von der Pandemie betroffen. Was hat den Betrieben geholfen? Wo gab es Probleme? Wie geht es weiter? Ein Gespräch mit Karl-Sebastian Schulte, Geschäftsführer des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH).

„Gesundheitsgefahren im Betrieb sind ein Arbeitsschutzthema“

Key Facts:
  • Die Träger der gesetzlichen Unfallversicherung sind gefordert, den SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) branchenspezifisch anzupassen
  • Präventionsfachleute der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) und der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) erläutern ihren Umgang mit der Pandemie
  • Ausgehend von den Bedürfnissen der Betriebe werden Handlungshilfen entwickelt und regelmäßig überprüft

Die Träger der gesetzlichen Unfallversicherung haben die Aufgabe, den SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) für die verschiedenen Branchen zu spezifizieren. Wie machen sie das? Zwei Beispiele und ein Gespräch mit Jutta Lamers, Leiterin Prävention bei der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW), und Martin Hartenbach, Bereichsleiter Prävention bei der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG).

Expositionsstudien unterstützen bei der Grenzwertfindung

Key Facts:
  • Experimentelle humane Kurzzeitexpositionen unter kontrollierten Bedingungen sind ein Schlüsselelement bei der Risikobewertung von Gefahrstoffen
  • Ergebnisse der Studien im Expositionslabor des IPA tragen wesentlich dazu bei, verlässliche Arbeitsplatzgrenzwerte zu generieren und so optimierte Präventionsmaßnahmen zu ergreifen
  • Voraussetzung für alle Studien im Expositionslabor ist ein positives Votum der Ethik-Kommission der Ruhr-Universität Bochum

Sicherheits- und Gesundheitskompetenz

Key Facts:
  • Die Sicherheits- und Gesundheitskompetenz von Arbeitgebenden und Beschäftigten muss gefördert werden, um sicheres und gesundes Arbeiten – auch im Homeoffice – zu gewährleisten
  • Für ein gemeinsames Begriffsverständnis wird hier eine Definition von Sicherheits- und Gesundheitskompetenz vorgeschlagen
  • Diese Definition fokussiert auf die Fähigkeit, Motivation und Selbstregulation, die Gesundheit zu schützen, zu erhalten und zu fördern

Jede Form der Arbeit – an festen oder wechselnden Arbeitsplätzen – erfordert Sicherheits- und Gesundheitskompetenz der Beschäftigten. Für eine Förderung dieser Kompetenz ist ein einheitliches Begriffsverständnis grundlegend. Die hier vorgestellte umfassende Definition geht über Definitionen, die sich auf das Verstehen von Gesundheitsinformation (Health Literacy) konzentrieren, deutlich hinaus.

Betriebsärztlicher Betreuungsbedarf in Deutschland

Key Facts:
  • Der sich aus der DGUV Vorschrift 2 ergebende betriebsärztliche Betreuungsbedarf kann durch die derzeit zur Verfügung stehenden betriebsärztlichen Kapazitäten nicht sichergestellt werden
  • Die durch die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin für das Jahr 2011 festgestellte Lücke zwischen betriebsärztlichem Bedarf und Angebot ist seither nochmals deutlich angewachsen
  • Die Entwicklung seit 2011 weist darauf hin, dass die vorhandene Lücke zwischen betriebsärztlichem Bedarf und Angebot in näherer Zukunft weiter zunehmen wird

Hinsichtlich der betriebsärztlichen Betreuung werden von Unternehmen ebenso wie von Akteuren des Arbeitsschutzes immer wieder Zweifel daran geäußert, ob die erforderlichen Kapazitäten vorhanden sind. Die vorliegende Arbeit befasst sich mit dieser Frage. Gleichzeitig soll auch ein Blick in die nähere Zukunft geworfen und etwaiger Handlungsbedarf identifiziert werden.

Gehirnerschütterung – die unterschätzte Gefahr

Key Facts:
  • Die Gehirnerschütterungs-Test-App der Hannelore Kohl Stiftung ist weiterentwickelt worden
  • Die GET-App hilft, schnell und sicher festzustellen, ob jemand eine Gehirnerschütterung hat oder nicht
  • Die GET-App leistet sowohl im Hobby- als auch Profisport gute Dienste

„Leave it, love it and change it“

Key Facts:
  • Die KAN wurde gegründet, um die deutsche Arbeitsschutzmeinung in die Normung einzubringen
  • Der technische Fortschriftt macht es immer schwieriger, einen Stand der Technik zu formulieren
  • Nationale Normen sind zu einer Randerscheinung geworden, die KAN muss deshalb ihr internationales Engagement verstärken

Die Kommission Arbeitsschutz und Normung (KAN) hat 2019 ihr 25-jähriges Bestehen gefeiert. Wie hat sich die Normung verändert? Was sind ihre zukünftigen Aufgaben? Ein Gespräch mit Dr. Dirk Watermann, Geschäftsführer der KAN.

Forschen, prüfen und beraten im Zeichen von COVID-19

Key Facts:
  • Die Corona-Pandemie hat die Nachfrage nach persönlicher Schutzausrüstung, vor allem Atemschutz, in die Höhe schnellen lassen
  • Ein Schnelltest und umfassende Praxishinweise sollen dazu beitragen, den Bedarf an Atemschutz und PSA-bezogener Information für verschiedenste Zielgruppen zu decken
  • Das Institut für Arbeitsschutz der DGUV (IFA) leistet mit Prüfung, Beratung und Forschung einen wichtigen Beitrag zu sicherem und gesundem Arbeiten auch in der Pandemiezeit

Gesunde und produktive Arbeit im Homeoffice

Key Facts:
  • Um das Potenzial von Homeoffice auszuschöpfen, muss die Arbeitsform gesundheitsgerecht weiterentwickelt werden
  • Beschäftigte müssen mit Blick auf gesundes Verhalten und gesunde Verhältnisse vom Betrieb unterstützt und in ihrer Gesundheits- und Sicherheitskompetenz gestärkt werden
  • Ein wichtiger Schritt ist die Sensibilisierung und Qualifizierung der betrieblichen Akteurinnen und Akteure aus den Bereichen Sicherheit und Gesundheit

Gesund und sicher im Homeoffice arbeiten: Das ist kein Selbstläufer, sondern eine verantwortungsvolle Aufgabe für Arbeitgebende und Beschäftigte. Chancen und Risiken der Arbeitsform Homeoffice sollten nun, auf Basis der Erfahrungen während der Coronapandemie, neu bewertet werden.

Zertifizierung zum Demografie-Coach

Key Facts:
  • Der demografische Wandel ist nach wie vor ein für die Arbeitswelt aktuelles Thema, zu dem Unternehmen Beratungsbedarf haben
  • Das Institut für Arbeit und Gesundheit (IAG) und das Sachgebiet Beschäftigungsfähigkeit haben für Personen, die Demografieberatung anbieten, ein Kompetenzprofil entwickelt
  • Auf dieser Grundlage bietet das IAG eine Zertifizierung zum Demografie-Coach an

(Atem-)Schutzmasken und SARS-CoV-2: Verwirrung durch Vielfalt

Key Facts:
  • Atemschutzmasken schützen ihre Trägerinnen und Träger vor Gefahrstoffen oder Biostoffen (Eigenschutz)
  • Medizinische Gesichtsmasken verhindern die Übertragung infektiöser Keime auf Patientinnen, Patienten und andere Personen (Fremdschutz)
  • Entscheidend für die Auswahl einer geeigneten Maske ist ihr Einsatzzweck: Fremdschutz, Eigenschutz und Tragedauer

Schutzmasken und deren Einsatz sind seit Beginn der Corona-Pandemie ein wichtiger Teil des öffentlichen Diskurses geworden. Die Vielfalt der verfügbaren Ausrüstung – ob kommerziell oder privat in Umlauf gebracht – steigert aber auch die allgemeine Verwirrung um den richtigen Einsatzzweck. Mit potenziell gefährlichen Folgen.

Anpassungsüberprüfung im Atemschutz – warum?

Key Facts:
  • Wie gut schützt der Atemanschluss die atemschutzgerättragende Person vor einer schadstoffbelasteten Atmosphäre?
  • Die Schutzwirkung eines Atemschutzgerätes wird beim Zulassungsprozess auf der Grundlage harmonisierter Normen geprüft
  • Nur durch eine erfolgreich durchgeführte Anpassungsüberprüfung ist ein wirksamer Schutz der atemschutzgerättragenden Person gegeben

Derzeit befindet sich die DGUV Regel 112-190 "Benutzung von Atemschutzgeräten" in der Überarbeitung. In der zukünftigen Version wird der Anpassungsüberprüfung geeigneter Atemschutzgeräte mit der gerättragenden Person eine große Bedeutung eingeräumt. Dieser Artikel liefert erste Erklärungen und Hinweise zu den neu gestalteten Themenfeldern.

Klein- und Kleinstunternehmen bei der Gefährdungsbeurteilung unterstützen

Key Facts:
  • Ungefähr die Hälfte aller deutschen Unternehmen führt keine Gefährdungsbeurteilung durch
  • Die meisten dieser Unternehmen ergreifen jedoch oft anderweitige Maßnahmen zur Verbesserung von Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit
  • Mit spezifisch ausgestalteten Präventionsleistungen können auch Klein- und Kleinstunternehmen ohne Gefährdungsbeurteilung zu einer eigenständigen Durchführung der Gefährdungsbeurteilung motiviert werden

Personalrat 4.0 – Beschlussfassung und Sprechstunde mittels moderner Telekommunikationstechnologie

Key Facts:
  • Der Personalrat kann seit dem 1. März 2020 Sitzungen mittels Video- oder Telefonkonferenz durchführen und so wirksam Beschlüsse fassen
  • Seit diesem Zeitpunkt ist auch die Einrichtung von Sprechstunden in Form einer Videokonferenz möglich.
  • Die Regelungen gelten befristet bis zum 31. März 2021

Der Beitrag behandelt die Möglichkeiten des Einsatzes moderner Kommunikationstechnologien im Rahmen der Geschäftsführung von Personalräten nach dem Bundespersonalvertretungsgesetz (BPersVG) unter Berücksichtigung der Gesetzesanpassungen im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie.

Ein "offenes Ohr" in Zeiten der Krise: das Reha-Management der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft

Key Facts:
  • Reha-Managerinnen und Reha-Manager sind – mit dem nötigen physischen Abstand – auch während der Pandemie für die Versicherten im Einsatz
  • Der Krisenstab der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU) hat eine Gefährdungsbeurteilung für die Risikoeinschätzung von Außendiensteinsätzen entwickelt
  • Klinikschließungen, Kontaktvermeidung und ein eingeschränktes Therapieangebot erfordern Kreativität und Flexibilität für eine erfolgreiche Beratung und Versorgung

Das Coronavirus beeinflusst auch die Arbeit von Reha-Managerinnen und Reha-Managern der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU). Mit dem Ziel der bestmöglichen Versorgung und Betreuung sind sie – immer unter dem Gebot des physischen Abstands – weiterhin für die Versicherten im Einsatz.